Hebammenpraxis Am Mellensee
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Immer auf den Sprung

Wochenspiegel 09/2005

Wochenspiegel 09/2005
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Tagesmutti Ilka Votz


Betreuung schon für die Allerkleinsten. In meiner Tagespflegestelle "Ilkas Krabbelkäfer" betreue ich regelmäßig, seit nunmehr 8 Jahren, 5 Kinder im Alter zw. null und drei Jahren. Ich arbeite nach einem entwicklungsbezogenem Konzept und habe im November 2007 das Bundeszertifikat für Tagespflegepersonen erhalten. Weil meine Tagespflegegruppe nur maximal 5 Kinder umfasst, ist eine individuelle Betreuung selbstverständlich. Ich kann bei meiner Arbeit mit den Kindern auf ihre jeweiligen Bedürfnisse eingehen. Die Kinder lernen in einer kleinen Gruppe und erfahren so immer noch die familiäre Geborgenheit. Ein stabiles Umfeld, mit mir als immergleicher Bezugsperson erleichtert den Kindern den täglichen Abschied von ihren Eltern. In der Gruppe knüpfen auch schon die Kleinsten erste soziale Kontakte. In guter Zusammenarbeit mit den Eltern, mit viel Liebe und Einfühlungs-vermögen möchte ich den Kindern die Möglichkeit geben sich ihrem Tempo entsprechend zu entwickeln. Wenn auch Sie Interesse an einem Platz für ihr Kind bei den Krabbelkäfern haben, dann melen Sie sich bitte rechtzeitig an. Weitere  Informationen zu meinem pädagogischen Konzept und Fotos finden Sie unter  www.ilkas-krabbelkaefer.de

Ikla Voltz

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zum vergrößern anklicken Artikel vom 28.04.08 MAZ

Auch mir ist der tägliche Abschied von meinen beiden Kindern am Anfang sehr schwer gefallen. Meine Kinder sind nach dem 3. Monat beide zu Ilka in die Tagespflege gegangen. Sie hatten 3 Jahre bzw. haben immer noch eine tolle Zeit und machen eine prima Entwicklung bei den Krabbelkäfern mit. Und ich kann mich bei meiner täglichen Arbeit voll und ganz auf die Familien konzentrieren und mich in der Zwischenzeit voll auf Ilka verlassen.

Hebamme Katja Britz


Wochenspiegel 13.08.2008

Handy und Tasche immer bereit

Der Hebammen-Beruf ist sehr
begehrt, aber schwer

 

n Mellensee (hm). Katja Britz, seit 5 Jahren freiberufliche Hebamme in Mellensee, schaltet ihr Handy nie aus. „Ich muss 24 Stunden pro Tag und das sieben Tage in der Woche erreichbar sein“, berichtet sie. Auch Elisabeth Schulze aus Sperenberg, die in diesem Jahr ihr Abitur geschafft hat, weiß um dieses Problem. Trotzdem will auch sie Hebamme werden und absolviert derzeit ein Praktikum bei Katja  Britz.

Zum Leistungsspektrum einer Hebamme gehören vor allem Hilfe bei Beschwerden in der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Schwangerengymnastik, die Begleitung zur Geburt, Wochenbettbetreuung, Still- und Ernährungsberatung und Rückbildungsgymnastik.

Die Ausbildung zur Hebamme, bei Männern heißt es Entbindungspfleger, dauert drei Jahre und wird an einer der rund 60 Hebammenschulen in Deutschland durchgeführt. Voraussetzung ist mindestens der Realschulabschluss. „Der Ansturm auf die Schulen ist enorm“, weiß Katja Britz. „Auf 10 bis 15 Ausbildungsplätze kommen über 1000 Bewerbungen“, ergänzt sie. Deshalb empfiehlt sie allen Interessierten, wie Elisabeth es macht, verschiedene Praktika zu absolvieren, zum Beispiel bei einer Hebamme.

Zur „Grundausbildung“ gehören Themen wie der Gesundheitsbereich (z.B. Bau des Körpers, Ablauf der Geburt), Geburtshilfe, allgemeine medizinische Ausbildung, Beratung nach der Geburt, Ernährung des Kleinkindes, Entwicklung des Körpers, Sozialkunde und Rechtsfragen wie Personenstandsgesetz, Schweigepflicht und Dokumentationen. Aber auch medizinisches Rechnen ist gefragt. „Stellen Sie mit diesem Desinfektionsmittel eine dreiprozentige Desinfektionslösung her“, heißt zum Beispiel eine Aufgabe.

Doch damit ist es noch nicht getan. Es folgen Praxiseinsätze in einem Krankenhaus, das immer einer Hebammenschule zugeteilt ist. Die Stationen hier sind z.B. Kreißsaal, Kinder-, Intensiv-, Wochenbett und gynäkologische Station. Aber auch ein OP-Einsatz, möglichst beim Kaiserschnitt, gehört dazu.

Und schließlich müssen die angehenden Hebammen lernen, wie der Arbeitsablauf später einmal sein wird, dazu Hygiene-Verhalten sowie die Begleitung der Frauen in dieser besonderen Lebenssituation von der Schwangerschaft über die Geburt bis hin zur Betreuung nach der Geburt. „Dabei stehen sowohl das Kind als auch die Frau im Mittelpunkt“, betont Katja Britz.

Sind die Schlussprüfungen, eine schriftliche, eine mündliche sowie eine praktische, dann bestanden, stellt das Gesundheitsamt eine Berufserlaubnis aus. Erst dann kann die Hebamme - oder der Entbindungshelfer – den Beruf ausüben. Das kann als Angestellte in einem Krankenhaus oder Geburtshaus sein oder freiberuflich geschehen.
Katja Britz arbeitet freiberuflich sowie als so genante „Beleg-Hebamme“. Das bedeutet, dass sie im Krankenhaus Ludwigsfelde Betten für die von ihr betreuten Frauen belegt, die keine Hausgeburten durchführen wollen oder können. „Ich betreue sie im Krankenhaus, aber auch die Ärzte und Krankenschwestern sind für sie da“, berichtet sie. Die Betreuung zu Hause ist dann wieder alleinige Sache der Hebamme.

 


 

„Immer mehr Hebammen qualifizieren sich in einem Fachstudium weiter“, informiert Katja Britz. Die Ziele sind zum Beispiel Lehr-Hebamme, Mentorin im Kreißsaal, Forschungsarbeit, Verbandsarbeit oder eine psychosomatische Weiterbildung als Familienhebamme.

Elisabeth Schulze hat sich fest vorgenommen, diesen Beruf zu erlernen. „Ich gehe zu Hausbesuchen mit und war auch schon bei einer Geburt im Kreißsaal“, berichtet sie. „Das alles natürlich nur, wenn die Frauen dies auch zulassen“, ergänzt Katja Britz.

 

Check-Liste

Das sollten werdende Mütter
einpacken

 

n (hm). Katja Britz gibt hier Informationen für Mütter die kurz vor der Geburt sind.

Folgende Dokumente sollten bereit gelegt werden: Mutterpass, Versicherungskarte der Krankenkasse, Personalausweis, Familienstammbuch (wenn sie verheiratet ist) sonst eine Geburtsurkunde, Schreibutensilien und Papier sowie ein Adressen- und Telefonverzeichnis der Angehörigen, Freunde und Bekannten.

Die Mutter sollte folgendes parat legen: bequeme Nachthemden oder T-Shirts, Baumwoll- oder Wegwerfslips, bequeme Kleidung für zwei bis drei Tage, Morgen- oder Bademantel, dicke Socken (mit kalten Füßen hat man schlechte Wehen), Hausschuhe, eventuell einen Still-BH plus Stilleinlagen, Waschlappen und Handtücher, Körperpflege- und Kosmetikartikel (wegen des Babys möglichst unparfümiert), bei langem Haar eine Spange oder Gummiband, langsame und schnelle Lieblingsmusik.

Zur Erfrischung während der Geburt empfiehlt die Hebamme Traubenzucker, Lutschbonbons, Lippenpflegestift und eventuell ein Duftöl.

Für das Kind stellen die meisten Kliniken Bodys und Strampelanzüge zur Verfügung, solange Mutter und Kind dort untergebracht sind. Die Hebamme empfiehlt aber für den Heimweg: Body oder Hemd und Höschen, Strampelanzug, Jacke oder Overall, Mütze (auch im Sommer!), Wolldecke, Tragetasche für den Fußweg und Babyschale (mit gültigem Siegel) für die Rückfahrt im Auto.

Aber auch für die Begleitperson zur Geburt hat Katja Britz einige Tipps. Ganz obenan stehen Fotoapparat und/oder die Videokamera, dazu volle Akkus und leeren Chips bzw. Film. Außerdem bequeme Schuhe und Anziehsachen, eine Thermokanne mit einem alkoholfreien Getränk, Schokolade, Traubenzucker oder Müsliriegel zur Stärkung und schließlich ein Handy sowie die Telefonnummern der Personen, die gleich nach der Geburt informiert werden sollen.




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